Menü
header-image

Nachricht

Energiewende, Verschiedenes

Höhe der neuen Gasumlage beschlossen

Heute wurde die Höhe der Gasumlage mit 2,419 Cent/kWh Gas beschlossen. Die Regelung soll ab dem 01.10.2022 gelten und zunächst befristet bis 01.04.2024 gelten.

Die Höhe der Umlage kann alle drei Monate angepasst werden. Die Umlage ist monatlich in Form einer Vorauszahlung von Gasverbrauchern zu bezahlen und wird am Ende des Umlagezeitraumes endabgerechnet.

Die Umlage kann mit Ankündigungsfristen von vier bis sechs Wochen von den Energieunternehmen erhoben werden. Die Umlage wird daher voraussichtlich erstmals im Zeitraum November bis Dezember 2022 zum Tragen kommen. Schätzungen über die Höhe der Umlage belaufen sich auf jährliche Zusatzkosten von 290,00 bis 300,00 € pro Haushalt mit Gasheizung.

Es handelt sich dabei um einen Nettobetrag. Ob dieser Betrag noch mit dem derzeit geltenden Umsatzsteuersatz von 19% beaufschlagt wird, ist nicht abschließend geklärt.

Die Gasumlage wird zusätzlich zu den bereits enorm gestiegenen Gaspreisen auf die Gasverbraucher umgelegt. Neben einigen Energieunternehmen, die massive Gewinnsteigerungen verkünden konnten, profitiert auch die Bundesregierung über die Mehrwertsteuer in erheblichem Umfang von diesen Kostensteigerungen. Schätzungen beziffern den Mehrbetrag der diesjährigen Mehreinnahmen in Bezug auf die Gaspreise mit ca. 3,6 Milliarden Euro. Die Bundesregierung ist damit neben einigen Energieunternehmen der zweite große Profiteur der exorbitant gestiegenen Gaspreise.

An eine Mehrwertsteuersenkung auf 7%, wie teilweise von Verbänden gefordert, scheint die Bundesregierung überhaupt nicht zu denken. Eine solche Senkung könnte für Gasverbraucher nach ersten Schätzungen eine Entlastung von rund 4,3 Milliarden Euro bedeuten.

Rechtlich sind noch viele Fragen ungeklärt, es ist mit einer Vielzahl von Klagen gegen die neue Umlage zu rechnen. Ungeklärt ist zum Beispiel, ob die neue Umlage auch für Verträge mit vereinbarter Preisgarantie erhoben werden kann.

Verbraucher sollten sich abschließend auch die Frage stellen, ob die Gaspreisexplosion wirklich nur dem Ukraine-Krieg geschuldet ist, oder ob die Bundesregierung nicht im Schatten der Corona-Einschränkungen und der Russland-Sanktionen ihre ideologische Zielsetzung einer Zero-Co2-Emissions-Politik forciert. Wer als Verbraucher sein knappes Geld nur noch für Miete, Heizung oder Essen ausgeben muss, wird auch seinen übrigen Konsum weitgehend einstellen müssen, wodurch die grünen Khmer dem favorisierten Umbau der Bundesrepublik Deutschland wieder einen großen Schritt Richtung sozialistischem (Abgrund) Endzeitparadies näherkommen.

(wdc)