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Rechtsgebiete/Coronavirus Covid-19/Überbrückungshilfe Corona

Coronavirus (SarsCoV-2) Covid-19

Überbrückungshilfe Corona

Mit Beschluss vom 03.06.2020 hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung nunmehr die Überbrückungshilfe Corona ins Leben gerufen, ein Programm zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Selbständigen bei Corona-bedingten Umsatzausfällen. Nähere Informationen zur Antragsberechtigung und zur Höhe der Überbrückungshilfe finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie unter https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/.

Demnach soll die Über­brückungs­­hilfe branchenübergreifend für die Monate Juni bis August 2020 gewährt werden, wobei insbesondere den Besonderheiten der besonders betroffenen Branchen wie

  • Hotel- und Gaststättengewerbe, Caterer, Kneipen, Clubs und Bars,
  • als Sozialunternehmen geführte Übernachtungsstätten wie Jugend­herbergen, Schullandheime, Träger von Jugendeinrichtungen des internationalen Jugendaustauschs, Einrichtungen der Behindertenhilfe,
  • Reisebüros,
  • Profisportvereinen der unteren Ligen,
  • Schaustellern,
  • Unternehmen der Veranstaltungslogistik
  • Unternehmen im Bereich um Messeveranstaltungen

angemessen Rechnung getragen werden soll.

Antragsberechtigt sollen Unternehmen sein, deren Umsätze Coronabedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 Prozent fortdauern. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.

Erstattet werden sollen

  • bis zu 50 Prozent der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent gegenüber Vorjahresmonat.
  • bis zu 80 Prozent der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent gegenüber Vorjahresmonat.

Der maximale Erstattungsbetrag soll 150.000 Euro für drei Monate betragen. Bei Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nicht übersteigen.

Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten.

Anträge sollen bis zum 31. August 2020 gestellt werden können.