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Rechtsgebiete/Mietrecht/Kurzmeldungen

Wohnungs-Mietrecht

Einheitliche Rechtspflicht zu Schönheitsreparaturen (Urteil BGH vom 13.01.2010 - VIII ZR 48/09)

Einheitliche Rechtspflicht zu Schönheitsreparaturen (Urteil BGH vom 13.01.2010 - VIII ZR 48/09)

Amtlicher Leitsatz:

a) Der Außenanstrich von Türen und Fenstern sowie das Abziehen und Wiederherstellen einer Parkettversiegelung sind keine Schönheitsreparaturmaßnahmen im Sinne von § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BV.

 

b) Die Verpflichtung des Mieters zur Vornahme von Schönheitsreparaturen stellt eine einheitliche Rechtspflicht dar. Ist diese Pflicht formularvertraglich so ausgestaltet, dass sie hinsichtlich der zeitlichen Modalitäten, der Ausführungsart oder des gegenständlichen Umfangs der Schönheitsreparaturen den Mieter übermäßig belastet, so ist die Klausel nicht nur insoweit, sondern insgesamt wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam (Bestätigung von BGH, Urteil vom 18. Februar 2009 - VIII ZR 210/08, WuM 2009, 286).

 

BGH, Urteil vom 13. Januar 2010 - VIII ZR 48/09 - LG Berlin

AG Berlin-Wedding